Japandi-Stil: Alles, was Sie über diesen Ost-West-Interieur-Trend wissen müssen

Die Kombination aus japanischer und skandinavischer Ästhetik wirkt beruhigend, organisch und ökologisch. Japandi ist ein nachhaltiger und langlebiger Trend, der das deutsche Publikum durch seinen Minimalismus und das Konzept von „Ordnung und Ruhe“ erobert hat. Menschen aus den GUS-Staaten spricht er besonders durch das Gefühl eines „ruhigen und erwachsenen“ Zuhauses an – ohne prunkvollen Luxus.
Der harmonische und gelassene Japandi-Stil ist keineswegs eine völlig neue Designrichtung. In ihm verschmelzen japanische Gelassenheit und skandinavische Schlichtheit zu einem Gefühl von Reinheit, Natürlichkeit und Weite. Die Wurzeln beider Stile reichen tief in die Geschichte zurück und gehen weit über die reine Optik hinaus. Die Ruhe, der Minimalismus und die Funktionalität des Interieurs zielen auf einen bewussten und gesunden Lebensstil ab. Das weiche Licht einer Rattanlampe, die angenehme Textur eines niedrigen Holztisches, geflochtene Puffs und Textilien aus Baumwolle helfen dabei, die Schönheit im Einfachen zu finden und sich an den kleinen, unvollkommenen Dingen zu erfreuen.
Was macht Japandi aus?
Im einfachsten Sinne ist Japandi ein Mix aus den Designtraditionen japanischer und skandinavischer Häuser. Hier trifft im wahrsten Sinne des Wortes Ost auf West. Die japanische Philosophie des Wabi-Sabi überschneidet sich mit der Gemütlichkeit und Wärme des skandinavischen Hygge. Letzteres geht weit über den bloßen Begriff von Komfort hinaus: Es steht für Sicherheit, Geborgenheit und die einfachen Freuden des Lebens im Kreise der Liebsten.

Ein Japandi-Interieur setzt auf natürliche Farben und Materialien sowie eine starke Rückbesinnung auf die Natur. Diese Naturverbundenheit zeigt sich auch in der Kombination verschiedener organischer Formen. Die Wabi-Sabi-Philosophie betont den Wert von Natürlichkeit, Schlichtheit und der Unvollkommenheit natürlicher Linien. Gepaart mit dem Komfort des skandinavischen Stils entstehen Räume, die wohnlicher und zugleich funktionaler sind.
Die Geschichte des Stils
Heute ist Japandi in Deutschland extrem populär, doch seiner Entstehung gingen Jahrhunderte voraus. Skandinavische Designer und Künstler begannen Japan etwa Mitte des 19. Jahrhunderts zu besuchen, nachdem das Land seine Politik der geschlossenen Grenzen aufgegeben hatte. Wabi-Sabi faszinierte sie und inspirierte sie dazu, eigene Einrichtungskonzepte zu entwickeln.
Beide Stile wiesen bereits viele Gemeinsamkeiten auf, was ihre Verschmelzung erleichterte. Hochwertige Naturmaterialien, Schlichtheit und handwerkliche Präzision sind beiden Richtungen eigen. Dies ermöglichte eine harmonische Verbindung, bei der sich beide Stile gegenseitig verstärken.

Aktualität
Ist Japandi im Trend? Obwohl der Stil bereits Jahrzehnte alt ist, hat er nie an Relevanz verloren. Mehr noch: Seit 2023 ist er fest im Wortschatz deutscher Designer verankert. Japandi ist beständig gefragt. Doch selbst wenn er nicht so modisch wäre – ist es nicht der Traum eines jeden Menschen, sein Zuhause schlicht und geschmackvoll einzurichten? Wohnraum soll Freude bereiten, und genau das schafft Japandi mit Bravour.
Hauptelemente und Merkmale
Um die Besonderheiten des Stils besser zu verstehen, sollte man einen Blick auf die Grundpfeiler beider Designrichtungen werfen.
Merkmale des japanischen Designs:
Typischerweise finden sich hier folgende Elemente:
- Stein
- Holz
- Baumwolle
- Papier
- Rattan
Die Farbpalette konzentriert sich auf Grün- und Brauntöne mit dunklen, erdigen Nuancen.
Merkmale des skandinavischen Interieurs:
Im skandinavischen Design liegt der Fokus auf natürlichen Materialien, vorzugsweise hellem Holz. Die Farbpalette besteht überwiegend aus hellen Tönen:
- Cremeweiß
- Reinweiß
- Hellbraun
Klare Linien und viel Freiraum mit natürlichem Licht sind ebenfalls Standard dieses Stils.
Diese Seite auf: Russisch | Ukrainisch
